Extrem-Sommer 2018: Um den Sommer betrogen

 

Extrem-Sommer 2018 und Klimawandel
(c) klimkin/Pixabay

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern bin ich mit meinem Auto durch die fränkische Landschaft gefahren. August. Ich habe meinem Lieblings-Badesee einen Besuch abgestattet. Doch irgendwas war es anders als ich den Jahren davor. Ich fühle mich in diesem Extrem-Sommer 2018 und Klimawandel um meinen Sommer betrogen.

Klimawandel, Extrem-sommer 2018 und Blumen

Die fränkische Landschaft zog an mir zogen vorbei abgemähte Felder in ocker und grüne Wälder. Mehr Farben gab es im Extrem-Sommer 2018 nicht. Manchmal hingen vor Fenstern üppige Petunien und Geranien in rot, weiß oder violett. Nur ab und zu ein gelber Farbfleck mit Sonnenblumen zum Selberpflücken. Gladiolen sah ich gar keine. Das Blumenfeld, an dem ich in den Vorjahren üblicherweise meine Sonnenblumen (ich liebe Sonnenblumen!!!) und Geranien (ich liebe Geranien!!!) pflückte war verdorrt. Keine Blume nirgends. Nur verkrüppelte und verdorrte Stengel.

Wie eine Mondlandschaft kam es mir manchmal vor: die Landschaft in ocker und – noch – grün, die da an mir vorbeizog. Wenn der Dichter Joseph Freiherr von Eichendorff im Gedicht “Mondnacht” schreibt “Die Ähren wogten sacht!” Ich sah keine Ähren. Kein leichter abendliche Sommerwind, der durch die Kornfelder wehte. Keine Stimmung, die meine Seele die Flügel ausspannen ließ. Nur abgemähte Stoppeln. Der Mais auf den Maisfeldern: grün-braunes verdorrtes Gestrüpp, das mich an eine Mondlandschaft erinnerte.

Das Braun des Laubes (jetzt schon? Im August) bildete keine Unterschied zum Braun des vertrockneten Rasens. Einheitsbraun.

 

Mein Badesee im Extrem-Sommer 2018

Abends machte ich Stippvisite am Trebgaster See, meinem Lieblingsbadesee im Raum Bayreuth in Franken. Am Ostufer belegte ich mit Blick auf die untergehende Sonne bis zum Einbruch der Dunkelheit meinen Stammplatz. Im August war das Wasser bislang selten kühl. Doch dieser grüne Staub, der da im Wasser schwamm, war wohl kein Blütenstaub von Bäumen oder Pflanzen. Ich vermute, ein Produkt der Algen, die der KLimawandel in diesem Extrem-Sommer 2018 verursachte. Kein wirklich angenehmes Gefühl als ich meinen Körper in diese trübe Brühe tauchte und mich weigerte, mit Kopf unter Wasser zu schwimmen.

Mein Liegeplatz war abgemäht, aber an anderen Stellen auch hier braunes, vertrocknetes Gras. Im Frühjahr hatte ich mir dort noch manchmal Löwenzahn und Rukola gepflückt. Einfach so im Badeanzug um mich herum das Grünzeug für mein Abendessen gesammelt. Heute sah ich nichts, was ich für einen Salat hätte verwenden können. Klimawandel und Extrem-sommer 2018 lassen die Pflanzen verdorren.

 

Küsst mich die Muse im Extrem-Sommer 2018?

Ich hatte wilde, spektakuläre Sonnenuntergänge von tiefrot bis leuchtend orange in Erinnerung. Gestern verfärbte sich der Himmel. Ja. Ein bißchen rot mit dunkel lila Wolken. Aber von spektakulär bis leuchtend rot weit entfernt.

Der abendliche Wind über den See, der meine Nase kühlte und Regeneration spendete? Nichts. Die Luft wurde erst bei Einbruch der Dunkelheit, als ich schon dabei war, zu gehen, ein bißchen kühler und feuchter. Bis dahin trockene Luft in meinen Lungen.

Bin ich ein Hypchonder? Oder sind das wirklich Folgen des Klimawandels in diesem Extrem-sommer 2018?

Die Heimfahrt in meinem PkW mit offenen Fenstern. Ich erinnere mich an den herrlichen abendlichen Geruch von satten Kornfelder und einem kühlen Wind, der durch meine heruntergekurbelten Fensterscheiben zog und mir um die Nase wehte. Ich nahm nichts wahr. Kein Geruch nirgends.

Hatte ich nicht in anderen Jahren auch Grillen zirpen gehört? Oder noch Vögel zwitschern? Ja, Vögel zwitschern im Frühling weit mehr als in späteren Sommermonaten. Aber diese Stille vor abgemähten Feldern und vertrockneten Wiesen. Gespenstisch.

Bilde ich mir das alles nur ein? Bin ich ein Hypochonder? Oder ist in diesem Extrem-Sommer 2018 aufgrund des Klimawandels wirklich etwas anders als in den Sommern davor?

 

Was berichten die Medien über den Extrem-Sommer 2018?

Im Fernsehen wurde eine Sondersendung zum Thema Extrem-Sommer 2018 ausgestrahlt: Sommer extrem Strände, die überfüllt sind. Bauern, die ihre Kühe notschlachten. Landwirte, die nichts ernten können. Zu Besuch bei Freunden wurde auf der Baustelle vor dem Haus um Mittag die Baustelle geschlossen.

In der Fernsehsendung kam auch ein Klima-Experte zu Wort: Wir haben eine Klimaerwärmung und der Extrem-Sommer 2018 wird aufgrund des dauerhaften Klimawandels kein Einzelfall bleiben. Wir werden uns dauerhaft auf diese extremen  Sommer einstellen müssen. Sie sind Teil des Klimawandels und der Erderwärmung.

 

Hat der Extrem-Sommer 2018 Einfluss auf unseren Konsum?

Im Extrem-Sommer 2018 Ich fühle mich um meinen Sommer betrogen: Keine Gladiolen, Sonnenblumen nur aus dem Geschäft, kein Löwenzahn und Rucola, blasse Sonnenuntergänge, keine Grillen in meinem Ohr und keine kühlende Nachtluft um meine Nase, statt kühlendem Nass nur eine fahle, schleimige Brühe. Noch sind das Luxusprobleme einer sensitiven, naturverbunden Kräuterfrau.

Was aber, wenn kein Wasser mehr aus unseren Leitungen kommt? Oder das Wasser limitiert wird?  wenn die Regale in unsere Geschäften leer bleiben? Wenn selbst Brot für viele Menschen unerschwinglich wird? Wenn das verdorrte Gras es nicht mehr schafft, den Boden zu bedecken und wir im Herbst durch Schlammmassen waten? Oder in Bergen von Erdrutschen verschüttet werden?

Noch sind unsere Regale gefüllt mit Eiskrem, Milch und Fleisch. Noch können wir unsere Blumen im Geschäft kaufen, welche offensichtlich auf Beeten wuchsen, die regelmäßig bewässert wurden. Noch kommt Wasser aus unseren Leitungen, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen.

Noch scheint es, als seien Natur und das, was wir in Geschäften erwerben können, unabhängig voneinander. Draußen Dürre und im klima gekühlten Geschäft volle Regale. Solange Geld im Geldbeutel ist, werden wir nicht verhungern oder verdursten. Solange der Geldbeutel gefüllt ist, werden wir keine Not leiden. Ein Konzept unserer zivilisierten Konsumgesellschaft.

 

Wie geht’s mir persönlich im Extrem-Sommer 2018?

Mir wird bewusst, wie abhängig wir Menschen von der Natur sind. Wie wichtig Wasser zum Leben und Überleben ist. Mir wird bewusst, dass Klimawandel, Extrem-sommer 2018 und Erderwärmung jetzt in meinem ganz privaten Leben Einzug gehalten hat.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der USA Al Gore hat in dem Film “Eine unbequeme Wahrheit” auf die Klimaerwärmung aufmerksam gemacht. Er hat vor den katastrophalen Folgen gewarnt.

 

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

Indianische Weisheit

 

Was hat das  mit Coaching-Akademie zu tun?

Die Werteorientierte Kommunikation bzw. Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg schult nicht nur das Kommunikationsvermögen, sondern auch die Fähigkeit zu Beobachten und zu Reflektieren. Sie schult auch das Bewusstsein dafür, dass wir alle voneinander – und von der Natur- abhängig sind (keine Abhängigkeit, sondern Inderpedendenz). Sie schult einen bewussten Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen.

Ich biete im Raum Oberfranken, Bayreuth, Kulmbach, Hof, Bamberg, Lichtenfels Ausbildungen und Seminare rund um die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg (auch Wertschätzende Kommunikation, Wertorientierte Kommunikation) an.

Kommunikation & Coaching

In Franken bzw. der Fränkischen Schweiz, Bayreuth lade ich Frauen zum Austausch und gemeinsamen Wachstum ein in Form von Jahreskreisfesten in Bayreuth.

Wenn du dich  mit der Natur verbinden willst, dann nimm an meinen Jahrekreisfesten teil!

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Andrea Wiedel

Ich bin Juristin, Kommunikationstrainerin und Coach, Hobby-Neurobiologin, Möchte-Gern-Psychologin, Zuhörerin, Freigeist und Bücherwurm. Ich begleite Menschen bei der Überwindung von emotionalen Blockaden hin zu Potentialentfaltung. Unternehmen unterstütze ich bei der Entwicklung einer wertschätzenden Unternehmenskultur. Ich lebe mit meiner Tochter in Bayreuth.

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