Jahresrückblick: Drei Fragen, die dich glücklich machen

Text: Ritual zum Jahreswechsel: Drei Fragen, die dich glücklicher machenRitual zum Jahreswechsel: Drei Fragen, die dich glücklicher machen

Das Jahr 2021 geht zu Ende. Es war kein leichtes Jahr für mich und für viele von euch wahrscheinlich auch nicht. Corona stand wieder mal im Fokus. Und mit Corona die politischen Maßnahmen, das viele hin und her, die Einschränkungen und letztendlich die ganz persönliche Entscheidung bezüglich der Anti-Corona-Injektion.

Manchmal sind Jahresrückblicke und Silvesterbräuche davon geprägt, sich in den Fokus zu rufen, was wir alles geschafft haben, welche Erfolge wir erzielt haben. Aber im Leben geht es nicht immer nur darum, erfolgreich zu sein. Es geht auch – und vor allem – ums Leben und glücklich sein.

Deshalb möchte ich dich einladen, zu einem Jahresrückblick der ganz anderen Art.

Text: Ritual zum Jahreswechsel: Drei Fragen, die dich glücklicher machen
Ritual zum Jahreswechsel: Drei Fragen, die dich glücklicher machen

Rauhnächte und Silvester

Rauhnächte und Rituale: Die Rauhnächte und Silvester waren schon immer Gelegenheit zum Innehalten und für einen Jahresrückblick. Deshalb ist der Jahresrückblick ein ganz besonderes Ritual zum Jahreswechsel.

Doch was sind Rauhnächte? Als Rauhnächte zählen normalerweise die zwölf Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar. Die Rauhnächte gelten als “Zeit zwischen den Jahren”, an denen alles still steht. Leider sind die Rauhnächte mit ihrer Magie und Symbolik in Vergessenheit geraten sind. Trotzdem hat es so eingebürgert, dass in dieser Zeit der normale Geschäftsbetrieb stillsteht; Behörden sind geschlossen, Firmen haben Betriebsurlaub und viele Menschen nehmen Urlaub.

Du kannst die Zeit der Rauhnächte für eine Zeit der Rückbesinnung nehmen und dir in Erinnerung rufen, wie das Jahr für dich gelaufen ist. Dabei ist es nicht wichtig, ob du deinen Jahresrückblick genau an Silvester machst. Wichtig ist, dass du dir während der Rauhnächte ein bißchen Zeit und Ruhe gönnst, um das Schöne am vergangenen Jahr zu feiern und dich auf das neue Jahr vorzubereiten. 

Reflexionsfragen zum Jahresende

Rituale zum Jahreswechsel gibt es viele. Doch ich möchte dich zu einem ganz besonderen Jahresrückblick zum Jahresende einladen, nämlich zu einem bedürfnisorientierten Jahresrückblick. 

Mit nur drei Reflexionsfragen rufst du dir ins Gedächtnis, was schön für dich war, kommst mit deinen Gefühlen in Verbindung, erkennst, was wichtig für dich ist und kommst so mit deinem Wesen in Verbindung.

Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:

  1. Was hat mein Leben im vergangenen Jahr bereichert?
  2. Wie habe ich mich gefühlt?
  3. Welche Bedürfnisse haben sich dadurch für mich erfüllt?

Das Rauhnachts-Ritual und die Reflexionsfragen gibt es als pdf – Für dich zum selber ausfüllen, bitte scrolle nach unten 

Reflexionsfrage zum Jahresende #1

Dein ganz persönlicher Jahresrückblick: Was hat mein Leben im vergangenen Jahr bereichert?

Die erste Frage zielt darauf ab, dass du dir in Erinnerung rufst, was im vergangenen Jahr dein Leben bereichert hat? Wo hattest du Freude? Wann warst du glücklich? Oder verliebt? Für was warst du dankbar? Was hat dich energetisiert?

Diese Frage hat es in sich: Zum einen wird dein Fokus nicht auf das gelenkt, was nicht geklappt hat und holt dich aus der Grübelspirale und der Negativ-Schleife heraus. Zum anderen bedienst du nicht den Aktionismus, immer etwas tun zu müssen, um erfolgreich zu sein.

Es kann sein, dass ein Erfolg zu deiner Liste der positiven Situationen dazu gehört, z.B. nach vielen Bewerbungen hast du endlich einen neuen Job gefunden. Es können aber auch Situationen sein, wo du vom Leben oder von anderen Menschen einfach beschenkt worden bist, z.B. ein lieber Mensch ist in dein Leben getreten, jemand macht dir ein schönes Geschenk.

Übrigens: Mein Buch heißt “Zuhören ist ein Geschenk” und Zuhören und für jemanden da sein, ist ein ganz wichtiges Geschenk.*

Es müssen nicht die “großen Dinge” sein. Auch wenn dein Jahr nicht so berauschend war, hat es bestimmt einige kleine Situationen gegeben, die dein Leben bereichert haben. Mit dieser Frage schärfst du deinen Blick für die schönen Dinge des Lebens! Auch für das kommende Jahr.

Reflexionsfrage zum Jahresende #2

Dein ganz persönlicher Jahresrückblick: Wie habe ich mich gefühlt?

Mit der zweiten Frage suchst du in deinem Inneren nach einem passenden Wort für die Gefühle, die diese Situation in dir ausgelöst hat.

Die wichtigsten positiven Gefühle sind: Freude, Glück, Liebe, Dankbarkeit

Für Gefühle verwende ich lieber ein Adjektiv (Eigenschaftswort), weil das echter ist als ein abstraktes, höfliches Substantiv.

Hier sind die wichtigsten positiven Emotionen:

  • glücklich, froh, fröhlich
  • verliebt, liebevoll
  • frei
  • energetisiert, begeistert
  • dankbar
  • stolz, selbstbewusst

Leider haben wir für positive Gefühle nicht so viele Worte wie für unangenehme Gefühle. Du kannst dich auf diese Begriffe beschränken. Das empfehle ich auch, damit es nicht zu komliziert wird. Du kannst aber auch die Tabelle für Gefühle verwenden, auf der ziemlich viele Begriffe für Gefühle stehen. 

Hier erfährst du mehr über Gefühle und Bedürfnisse

Was bringt dir diese Reflexionsfrage? Leider leben viele Menschen von ihren Gefühlen getrennt. Sie bewerten die Dinge – meist in gut oder schlecht, in prima oder scheiße. Deshalb kommst du mit der Frage nach deinen Gefühlen und dem Versuch, Worte dafür zu finden, wieder mit dir und deiner Lebendigkeit in Kontakt. Raus aus dem Kopf und rein ins Fühlen.

Nur los: hier geht es nur um positive Gefühle, das ist nicht so schwer.

Und vielleicht merkst du, wie beim Nachdenken und Ausfüllen der Liste, dein Herz höher schlägt, dein Blick sich weitet und das Leben sich leichter anfühlt.

Reflexionsfrage zum Jahresende #3

Für deinen ganz persönlichen Jahresrückblick gibt es noch eine dritte Frage:

Welche Bedürfnisse haben sich dadurch für mich erfüllt?

Auch diese Frage hat es in sich.

Doch als erstes: Was sind Bedürfnisse? Bedürfnis ist ein Begriff aus der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Unter Bedürfnis versteht man Lebensenergie, die abstrakt und positiv formuliert wird. 

Das ist für viele nicht ganz leicht. Denn wir sind nicht gewohnt in der Kategorie von Bedürfnissen zu denken, sondern denken eher in den Kategorien richtig und falsch.

Wenn du dich für den Begriff “Bedürfnis” öffnest, wirst du ganz neue Seiten an dir erkennen und mehr Verständnis für dein Wesen entwickeln. Auf dieser Basis kannst du dein Leben ganz anders gestalten.

Durch jede Situation erfüllen sich mehrere Bedürfnisse. Und du wirst sehen: es macht Spaß, deinen Bedürfnissen auf die Spur zu kommen. Vor allem lernst du dabei etwas über dich selbst, denn jedem Menschen sind andere Bedürfnisse wichtig. Die Bedürfnisse, die du findest, sind wichtig für dich!

Und so lernst du dich selber besser kennen und kannst auch das neue Jahr mit einem anderen Bewusstsein gestalten.

Hier findest du eine Liste mit Gefühlen

Rituale zum Jahreswechsel

Damit dein bedürfnisorientierter Jahresrückblick auch gelingt, will ich dir ein paar Beispiele aus meinem Reflexionsfragen zum Jahreswechsel geben. 

Garten umgraben (Mein Beispiel)

Als ich den Garten umgegraben habe, habe ich mich energetisiert gefühlt. Ich habe mich in meinem Körper lebendig gefühlt (Lebendigkeit). Außerdem habe ich mich der Natur verbunden gefühlt (Natur).

Das blaue Zimmer (Mein Beispiel)

Als ich die Möbel in meinem blauen Zimmer aufgestellt habe, war ich glücklich und stolz. Durch meine neuen Regale erfüllt sich Ordnung, Klarheit, Struktur. Ich habe einen Raum geschaffen, in dem ich mich regenerieren kann (Regeneration) und zur Ruhe kommen kann (Ruhe). Außerdem ist der Raum sehr hell (Licht als körperliches Bedürfnis).

Trennung vom Lebensgefährten (Mein Beispiel)

Die Trennung von meinem Lebensgefährten war zwar traurig, aber es hat mich auch erleichtert. Zum einen hat es einer ambivalenten emotional aufreibenden Situation ein Ende bereitet und dadurch Klarheit geschaffen (Klarheit). So wie es zuletzt lief, möchte ich keine Beziehung (Selbstliebe). Gleichzeitig weiß ich, dass ich mein Bestmögliches getan habe, um die Beziehung erfüllend zu gestalten (Liebe). Die Trennung hat dazu geführt, dass ich weniger abgelenkt bin (Ruhe, Fokussierung) und mich wieder mehr mit mir selbst verbinden kann (authentisch sein, Selbstverwirklichung, Selbstliebe).

Wenn du dir im neuen Jahr etwas gutes tun willst und dir Unterstützung wünscht, deinen Gefühlen und Bedürfnissen auf die Spur zu kommen, dann bin ich für dich da. Im Coaching mit Empathie kannst du auch deine emotionalen Wunden der Vergangenheit heilen!

Jahresrückblick: 3 Fragen, die eich glücklich machen
Jahresrückblick: 3 Fragen, die eich glücklich machen

Bedürfnisorientierter Jahresrückblick

Hier kannst du deinen Bedürfnisorientierten Jahresrückblick als pdf downloaden:

Wenn du dir Unterstützung wünscht, deine Gefühle und Bedürfnisse zu finden – dann kann dir Coaching mit Empathie helfen.

Mit einer guten Kraft an deiner Seite geht vieles leichter.

Übrigens: Coaching mit Empathie geht auch am Telefon!

Bewerte diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.