Leselust: Bekenntnisse eines Bücherwurms

Leselust:  Bücher inspirieren. Deshalb hat Didi Burnault unter dem Motto  #bookspiration #booksthatchangedmylife zur Blogparade aufgerufen. Er lädt ein, über Bücher zu berichten, die unser Leben verändert haben.

Leselust: Bekenntnisse eines Bücherwurms
Leselust: Bekenntnisse eines Bücherwurms (c) picjumob_com/Pixabay

Leselust und Bücherrausch

Leselust wohnt in meinem Innern, denn ich lese täglich. Wöchentlich inhaliere ich circa ein Buch. Wenn ich nicht Zeit finde zu lesen werde ich krank, bis mich die Krankheit zur (Lese-)Ruhe ins Bett zwingt. Mit Fug und Recht darf man mich als Leseratte oder Bücherwurm bezeichnen. Das heißt nicht, dass ich alle Bücher besitzen muss, die ich lese (sonst würde ich arm). Aber die guten möchte ich besitzen. Wichtige Bücher sortiere ich farblich (früher thematisch) in mein Bücherregal. Ich träume von einem eigenen Haus, das mir ein eigenes Zimmer für meine Bibliothek ermöglicht (wie in dem Roman von Andreas Steinhöfel “Die Mitte der Welt”).  Am liebsten lese ich psychologische Fachbücher und Romane. Die Erfindung des Ebook-Readers feiere ich, weil sie mir bei Reisen ein leichtes Gepäck ermöglicht. Gleichzeitig lese ich immer noch am liebsten in einem echten Buch. Denn ich liebe die haptischen und kinästhetischen Reize: der Duft nach frisch gedruckten Papier, das Gefühl der bislang unberührten Blätter zwischen den Fingerspitzen.

 

Leselust und Lebensveränderung

Bücher prägen unseren Denken und trainerieren unseren GEist. Doch selten sind sie wirklich Handlungsimpulse.

Welches der vielen Bücher, die sich in fast 5 Jahrzehnten Leselust in meinem Geist angesammelt haben, haben mein Leben verändert?

 

Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren

Astrid Lindgren ist immer noch meine Lieblingsautorin. Denn sie hat als erstes die Leselust und meine Liebe zu Büchern genährt. Die schwedische Autorin hat in mir den Wunsch geweckt, selbst Schriftstellerin zu werden. Ich bewundere sie als Mensch. Es beeindruckt mich, wie sie es geschafft hat, aus einem ganz normalen Leben als Ehefrau, Mutter und Sachbearbeiterin eine Autoren Karriere aufzubauen. Sie hat Höhen und Tiefen erlebt und musste auch Schicksalsschläge überwinden: Ehekrise und ihren Sohn mit 30 Jahren verloren. Astrid Lindgren hat von ihren Träumen geschrieben. Deshalb ist sie für mich eine zeitlose Autorin. Für jemanden, der so belesen ist wie ich, eine ungewöhnliche Wahl: eine Kinderbuchautorin zur Lieblingsautorin und Vorbild zu wählen. Von ihren Büchern gefällt mir Pippi Langstrumpf-Reihe am besten. Denn Pippi verkörpert für mich das Vorbild eines authentisch, glücklich, selbstbestimmtes Leben. Astrid Lindgren hat mich und meine Leselust durch Humor, Phantasie und Tiefe beeindruckt.

 

Momo von Michael Ende

Momo ist – ähnlich wie Pippi Langstrumpf –  eine Figur, die ihr eigenes Ding macht in einer Welt, in der alle anderen angepasst sind. Die anderen lassen sich von Zeitdieben das Leben schwer machen und leben entfremdet von ihrem inneren Wesen. Auch Michael Ende hat meine Leselust geweckt. Momo hat eine wunderbare Fähigkeit, nämlich die achtsam und einfühlsam Zuhören. Mit dieser Fähigkeit bringt sie die Menschen wieder in Verbindung mit sich. Sie befreit die Welt von den Zeitdieben. Momo verändert und rettet mit dieser Fähigkeit rettet sie die Welt.

 

Bestellungen beim Universum von Bärbel Mohr

Vor ca. 25 Jahren, damals als ich halb so alt war wie heute, habe ich danach gesucht, mein Leben positiver zu gestalten. In einem VHS-Kurs habe ich den Tipp von Bärbel Mohr erhalten. Meine Leselust war ungetrübt. Ich habe ihre Bücher gelesen und verschlungen. Einiges davon habe ich umgesetzt. Leider ist die Veränderung nicht über eine Bestellung beim Universum eingetreten. So gut haben sie dann wohl doch nicht gewirkt. Aber ich habe eine Zeitlang ein positiveres Lebensgefühl gehabt.

Bärbel Mohr ist leider viel zu früh verstorben. Sie war krank und da haben auch die Bestellungen nicht genutzt (was nicht heißt, dass sie wirkungslos sind).

Weil ich damals etliche Probleme mit meinem Partner hatte, hat mich ganz besonders der Aspekt der Kommunikation interessiert. Bärbel Mohr hat die “Gewaltfreie Kommunikation” nach Marshall Rosenberg empfehlen. Und da meine Leselust neues Futter brauchte, habe ich mir sofort das Grundlagenwerk über die Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg bestellt.

 

Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg

2004 gab es zum Thema Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg tatsächlich nur 2 Bücher auf dem Markt. Heute (2018) sind es mindestens 50. Das Fachbuch hat einen Funken in mir entzündet. Ich habe gewusst: Das ist es! Die Methode ist so genial: einfach und gleichzeitig schwierig in der Umsetzung, weil sie uns aus unseren Denk- und Kommunikationsmustern herausreißt. Was mir bei der Lektüre auch sofort klar war: “Das lerne ich nicht nur durch Lesen. Dafür braucht es ein Seminar!”

Und ich habe damals, 2004, ein Seminar für Gewaltfreie Kommunikation bei Ingrid Holler und Andi Schmidbauer gebucht. Meine Ehe habe ich mit Gewaltfreier Kommunikation nicht gerettet. Denn nicht immer kann Kommunikation Probleme und Differenzen überbrücken. Auch das hat nichts mit der Unwirksamkeit der Methode zu tun. Manche Konflikte sind so festgefahren. Manchmal sind Menschen so unvereinbar, dass Trennung die beste Lösung für alle Beteiligten ist.

Um es kurz zu machen: meine Ehe konnte ich nicht retten. Aber ich habe gute 10 Jahre später, 2014, die Ausbildung noch mal aufgegriffen. Ich habe viele weitere Seminare zum Thema Gewaltfreie Kommunikation, Kommunikationsmethoden, Empathie etc. besucht. Meiner Leselust treu habe ich auch viele, viele Bücher zu diesen Themen gelesen. Einige empfehle ich unter der Rubrik Buchtipps weiter. Ich bin Kommunikationstrainerin und Coach geworden. Wie Momo helfe ich durch Zuhören und Einfühlsamkeit Menschen dabei, wieder Zugang zu ihrem Inneren zu finden.

 

Vier ist zwar eine magische Zahl bei den Navajo aber in unserer Landen bevorzugen wir eher die Primzahlen 3,5, 7, Dezimalzahlen 10 oder das Dutzend 12. Deshalb füge ich den vier gelesenen ein fünftes Buch hinzu. Denn mittlerweile hat sich meine Leselust zu einer Schreiblust entwickelt.

 

Zuhören ist ein Geschenk von Andrea Wiedel

Ich hoffe, dass auch dieses Buch mein Leben verändern wird. Es ist mein erstes selbst geschriebenes Buch. „Zuhören ist ein Geschenk“ ist fast fertig und wird nächstes Jahr (2019) im Kösel-Verlag erscheinen.

Ein selbst geschriebenes Buch ist eine logische Folgerung der eigenwilligen Pippi Langstrumpf, der empathischen Momo, der positiven Bärbel Mohr. Mein Buch fußt auf Grundfähigkeiten der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

 

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Andrea Wiedel

Ich bin Juristin, Kommunikationstrainerin und Coach, Hobby-Neurobiologin, Möchte-Gern-Psychologin, Zuhörerin, Freigeist und Bücherwurm. Ich begleite Menschen bei der Überwindung von emotionalen Blockaden hin zu Potentialentfaltung. Unternehmen unterstütze ich bei der Entwicklung einer wertschätzenden Unternehmenskultur. Ich lebe mit meiner Tochter in Bayreuth.

2 Gedanken zu „Leselust: Bekenntnisse eines Bücherwurms

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