Wertschätzend Nein sagen lernen

Nein sagen lernen mit Wertschätzung

Nein sagen lernen und Nein sagen können. Das wünschen sich viele Menschen. Sie sagen ja, obwohl sie nein meinen. Sie haben die Einladung bei der Schwiegermutter angenommen, dem Freund Hilfe beim Umzug zugesagt, die Vertretung des Kollegen übernommen. Sie ärgern sich deshalb über sich selbst und nehmen sich vor, das nächste Mal Nein zu sagen. Doch dann klappt es wieder nicht.

Nein sagen lernen im Coaching

Und mit diesem Coaching-Auftrag treten sie an mich heran: Wie kann ich nein sagen lernen und Grenzen setzen? Wie kann ich wertschätzend nein sagen ohne andere zu verletzen? Wie kann ich nein sagen ohne Schuldgefühle, ohne schlechtes Gewissen und ohne Rechtfertigung?

Die meisten Menschen wünschen sich feste Formulierungen zum Grenzen setzen und Nein sagen lernen. Doch bevor es um Formulierungen geht, möchte ich erst einmal, dass meine Kunden im Coaching-Nein-sagen ihre Grenzen spüren. Als Kommunikationstrainerin mit Schwerpunkt Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg lege ich auch im Coaching viel Wert auf Gefühle und Bedürfnisse. Deshalb frage ich stets nach den Bedürfnissen und Werten hinter dem Ja und hinter dem Nein.

Denn hinter jedem Nein steht ein Ja, nämlich ein Ja zu den eigenen Bedürfnissen. Und auch hinter jedem Ja steht ein Ja zu den eigenen Bedürfnissen.  Diese guten Gründe und Bedürfnisse erforsche ich mit meinen Kunden. Auf dieser Basis darf – und muss – jeder Kunde und jede Kundin eigene Entscheidungen treffen. Denn auch die möglichen Konsequenzen, die ein Nein bewirkt, tragen meine Kunden selbst. Dies stelle ich mir unter wertschätzend Nein sagen lernen vor.

Wertschätzend Nein sagen

Auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg ist ein Nein immer ein Nein zu einer konkreten Handlung, einer “Strategie”, wie wir in der Sprache der Wertschätzenden Kommunikation sagen. Strategien dienen der Erfüllung von Bedürfnissen. Zum Beispiel: Die konkrete Handlung Spazieren gehen erfüllt mehrere Bedürfnisse: Entspannung, Ruhe, Regeneration, frische Luft, Bewegung. Um umgekehrt gibt es für das Bedürfnis Entspannung auch mehrere Strategien: Spaziergang, Mittagsschlaf, Musik, am See sitzen etc.

Konflikte entstehen stets auf der Ebene von Strategien und nicht auf der Ebene von Bedürfnissen. Dies ist eine Grundannahme der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Dies gilt auch für innere Konflikte, also wenn jemand nicht weiß, ob er ja sagen oder nein sagen soll. Die Lösungen für innere Konflikte finden sich auf der Ebene von Bedürfnissen – wenn wir diese erforschen und zum Ausgleich bringen. Leider haben wir gemeinhin nicht sehr gut gelernt in Bedürfnissen zu denken. Dreh- und Angelpunkt der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg ist es deshalb, die Bedürfnisse hinter den Strategien zu finden. Also die Bedürfnisse hinter der Alternative “Ja sagen” und die Bedürfnisse hinter dem “Nein sagen”.

Viele Gründe fürs Ja sagen

Nicht Nein sagen können ist keine Schwäche und keine Krankheit. Nein sagen fällt vielen Menschen schwer. Denn auch wer ja sagt, erfüllt sich damit Bedürfnisse und hat gute Gründe für ein ja.

Es gibt viele Gründe für ein Ja:

  1. Gehorsam/Pflicht: Wir glauben, es steht uns nicht zu, Nein zu sagen. Wir sind überzeugt davon keine Wahlmöglichkeit zu haben, zum Beispiel vor allem beim Nein sagen am Arbeitsplatz und in der Arbeit, Nein sagen zum Chef, Nein sagen zu Kollegen, Nein sagen zum Kunden.
  2. Schuldgefühle, Schamgefühle: Wir glauben verantwortlich zu sein für die Gefühle anderer. Wir glauben verantwortlich zu sein für die Bedürfniserfüllung anderer. Ich besuche z.B. meine Mutter im Altenheim und fühle mich für ihre Traurigkeit und ihr Bedürfnis nach Kontakt und Gemeinschaft verantwortlich. Dies trifft vor allem fürs Nein sagen in der Familie, in Beziehungen und Partnerschaft. Hier möchten wir Nein sagen ohne zu verletzen, ohne zu kränken.
  3. Angst: Wenn wir Nein sagen, dann hat das manchmal unangenehme Konsequenzen. Wir könnten vielleicht die Zugehörigkeit zur Gruppe verlieren. Deshalb ist es wichtig, gesunde Grenzen zu setzen und wertschätzend Nein sagen ohne zu verletzen.
  4. Anerkennung/Zuneigung/Liebe: Wir glauben, dass wir für das, was wir machen, geliebt werden. Und nicht für das, was wir sind. Leistung ist die Währung für Liebe.
  5. Konditionierung: Wir wurden zu einem braven, netten Mädchen bzw. einem smart guy erzogen. Wir haben Hilfsbereitschaft als positiven Wert verinnerlicht. Deshalb haben viele Menschen ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle, wenn sie Nein sagen und Grenzen setzen.

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg hilft, solche falschen Verantwortlichkeiten und Konditionierungen zu hinterfragen. Die Wertschätzende Kommunikation lädt Menschen zu einem selbstbestimmten Leben in Freiheit und Authentizität ein. Ein solches Leben ist nicht unbedingt bequem, denn es erfordert, sich selbst zu hinterfragen. Aber es birgt auch die Chance, sich selbst mehr Verständnis entgegenzubringen. Dies ermöglicht Selbstempathie, Selbstliebe und Persönlichkeitsentwicklung. Nein sagen lernen und nein sagen können macht dann richtig Spaß.

Nein sagen Formulierungen

Nein sagen ist immer ein Nein zu einer Strategie. Und hinter jedem Nein stehen zwei Ja’s: ein Ja zu meinen Bedürfnissen und ein Ja zu der Berechtigung (!) der Bedürfnisse des anderen. Auch wenn ich persönlich nicht bereit bin, der Strategie der anderen zu folgen und das zu tun, was sie sich wünschen. Trotzdem kann ich so dem anderen seine Bedürfnisse zugestehen. Wenn ich Nein sage, sage ich Nein zu der konkreten Handlungswunsch, die der andere an mich richtet. Gleichzeitig sage ich Ja zu meinen Bedürfnissen und Ja zu den Bedürfnissen des anderen.

Nein sagen lernen klingt kompliziert? Ich werde es weiter unten an zwei Beispielen verdeutlichen – wie es in der Praxis geht, wertschätzend nein sagen lernen. Dann ist es ganz einfach.

Im “Coaching Nein sagen lernen” und im “Training Nein sagen lernen” hilft die Unterscheidung zwischen Bedürfnissen und Strategien ungemein. Die Erkenntnis, dass jeder selbst für die Erfüllung seiner Bedürfnisse verantwortlich ist, entlastet meine Klienten und Seminarteilnehmer. Denn das gibt die Verantwortung an den anderen zurück. Es unterstützt sie in ihrem Mut zum Nein sagen. Denn Menschen begreifen, dass sie mit einem “falschen” Ja der Beziehung und ihrem inneren Selbstbild schaden. Und das motiviert sie dann auch, sich auf die Selbstreflexion im Coaching einzulassen und Nein sagen zu lernen.

Wenn ich mich um den anderen kümmere und mich selbst dabei vernachlässige, fördere ich die Vernachlässigung und nicht die Fürsorge. Thomas d’Ansembourg

Also kläre ich mit den Kunden im „Coaching Nein sagen“ die Bedürfnisse sowohl für ein Ja als auch für ein Nein. Anschließend erarbeite ich mit ihnen eine individuelle Formulierung aufgrund der Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg bzw. der Wertschätzenden Kommunikation: klar, authentisch und voll Wertschätzung. Die Formulierung besteht aus Ja-Nein-Ja:

  1. Ja zu meinen Bedürfnissen hinter meinem Nein
  2. Nein: eine klare (!) Entscheidung zu meinem Nein
  3. Ja zu den Bedürfnissen des anderen und zu einer anderen Strategie

Nein sagen lernen im Beruf

Nein sagen lernen und Nein sagen können. Vor allem am Arbeitsplatz und in der Arbeit wünschen sich das viele Menschen. Nein sagen zu Überstunden, Nein sagen in der Pflege zum Einspringen, Nein sagen zu Kunden, wenn eine Reklamation unmöglich ist. Viele Menschen treten im beruflichen Umfeld mit ihren Wünschen und Erwartungen an Sie heran: die Chefin, der Vorgesetzte, die Kollegen, die Kunden. Aber auch Führungskräfte tun sich manchmal schwer, wenn es ums Nein sagen können geht. Denn gerade im Beruf schwingt immer die Angst mit, durch Nein sagen und Grenzen setzen die Zugehörigkeit und die Anerkennung zu verlieren.

Weitere Strategien für einen besseren Umgang mit Vorgesetzten und zur Führung von unten findest du hier. link folgt

Deshalb will ich erst mal ein Beispiel zum Nein sagen können in der Arbeit vorstellen. Es geht um das Grenzen setzen gegenüber dem Chef. Mein zweites Beispiel zum Nein sagen stammt aus dem Bereich Familie, Partnerschaft, Beziehung, Freunde.

Nein sagen lernen am Arbeitsplatz

Klaras Chef will, dass sie am Wochenende den Bericht fertig stellt. Doch sie hatte geplant, mit ihrer Familie zu campen und wollte die Zeit mit ihren Lieben unbeschwert genießen. Sie lässt sich dennoch zu einem Ja hinreißen und stellt den Bericht nach dem Camping am Sonntagabend fertig. Das ganze Wochenende hat sie an den „doofen Bericht“ gedacht und sich über sich selbst geärgert. In Zukunft will sie klarer sein und sie möchte die Situation im „Coaching Nein sagen“ reflektieren.

Nachträglich unterstütze ich Klara im Coaching bei der Erforschung ihrer Beweggründe für ein Ja und für ein Nein. So ist sie für kommende, ähnliche Situationen vorbereitet und kann dann besser nein sagen.

  1. Gründe für ein Ja. Klara fürchtet Konflikte und negative Konsequenzen, das heißt sie braucht Sicherheit, Harmonie am Arbeitsplatz und Zugehörigkeit zur Firma. Sie fühlt sich etwas unsicher in ihrer Leistungsfähigkeit und wünscht sich deshalb die Anerkennung von ihrem Vorgesetzten. Sie kann sich mit der Firma identifizieren, fühlt eine gewisse Loyalität und möchte einen Beitrag zum Wohlergehen der Firma leisten.
  2. Gründe für ein Nein. Klara ist erschöpft und braucht dringend eine gedankliche und emotionale Auszeit von der Arbeit. Sie braucht also Entspannung und Regeneration. Sie liebt Mann und Kinder und möchte Zeit mit ihnen verbringen (Kontakt, Liebe, Gemeinschaft). Das Camping vermittelt ihr auch Spaß, Spielen und Lebensfreude. Wenn sie Nein gesagt hätte, dann hätte sie sich frei und entspannt gefühlt.
  3. Coaching Nein sagen: Eine mögliche andere Strategie wäre gewesen, Nein sagen und dem Chef anzubieten, ihn bei anderen Lösungsfindung zu unterstützen. Im Coaching klärt die Klientin für sich, dass die Fertigstellung des Berichtes nicht in ihren Verantwortungsbereich fällt. Es ist Sache des Vorgesetzten, rechtzeitig dafür zu sorgen, dass der Bericht geschrieben wird. Ihre Verantwortung beginnt dort, wo ihr die Aufgabe übertragen wird – mit einer angemessenen Frist zur Erfüllung. Auch das entlastet sie in ihrer Klarheit ja oder nein zu sagen. Das Coaching im Nein sagen gibt Klara auch die Gelegenheit, sich andere Strategien für Anerkennung zu erarbeiten. Ihr Selbstwertgefühl das Selbstvertrauen entwickelt sich und sie wird unabhängiger von der Meinung und Anerkennung anderer, auch ihres Chefs und ihrer Vorgesetzten.
  4. Nein sagen Formulierungsvorschlag: Das Wochenende ist fest verplant. Ich fahre weg und brauche das Wochenende zur Regeneration, also zum Erhalt meiner Leistungsfähigkeit (Ja zu meinen Bedürfnissen). Deshalb ist es mir nicht möglich (bin ich nicht bereit!) den Bericht am Wochenende fertig zu stellen (klares Nein zur Strategie). Ich biete mich aber an mit Ihnen zu überlegen, welche andere Möglichkeiten es gibt. (mögliche andere Strategie). Alternativ: Ich bitte Sie jemand anderen zu fragen, der sie unterstützen kann (klare Bitte).

Nein sagen können in der Familie

Nein sagen und Grenzen setzen fällt auch in der Familie, in der Beziehung, in der Partnerschaft und bei Freunden schwer. Denn diese Menschen sind uns wichtig und bedeuten uns sehr viel. Deshalb haben wir oft Angst nein zu sagen und Schuldgefühle. Hier nun ein Beispiel zum Nein sagen mit Freunden. Es könnte sich aber auch jede andere nahe stehende Person wie Partner, Familienmitglied handeln. 

Paul lädt seinen Freund Peter zu seiner Geburtstagsfeier ein. Peter weiß nicht, was er machen soll. Einerseits möchte Peter hingehen, weil er Paul eine Freude machen und die Freundschaft pflegen will. Andererseits mag Peter keine großen Veranstaltungen, weil er hinterher erfahrungsgemäß sehr erschöpft ist. Er weiß nicht, was er machen soll und sucht Unterstützung im „Coaching Nein sagen“.

  1. Gründe für ein Ja: Wenn Peter an die Feier denkt fühlt er sich eng, angespannt, unwohl, bedrängt und überfordert. Trotzdem würde er hingehen. Er hat die Idee, dass er dadurch zum Ausdruck bringt, was ihm die Freundschaft zu Paul bedeutet (Anerkennung, Wertschätzung, Freundschaft).
  2. Gründe für ein Nein: Bei der Vorstellung nicht auf die Feier zu gehen, fühlt sich Peter erleichtert, entspannt und kann tief durchatmen.  Durch die Absage erfüllt er Bedürfnisse wie Schutz vor Überforderung, Sicherheit, Ruhe, seine Zeit sinnvoll nutzen, gut mit seiner Lebensenergie umgehen, authentisch und echt sein.
  3. Nein sagen lernen: Im Coaching entscheidet sich Peter dafür, gesunde Grenzen zu setzen. Gleichzeitig möchte er seinem Freund Paul zeigen, wie wichtig ihm die Freundschaft ist und diese Freundschaft auch pflegen. Deshalb schlägt er Paul ein Treffen zu einem anderen Zeitpunkt zum gemeinsamen Feiern vor (andere Strategie).
  4. FormulierungsvorschlagWenn ich daran denke, dass ich auf deine Feier gehe, fühle ich mich überfordert. Denn ich weiß aus Erfahrung, dass ich nach großen Feiern völlig erschöpft bin. Deshalb habe ich entschieden, dass ich nicht zu deiner Geburtstagsfeier komme (klares Nein zur Strategie), weil ich gut für meine Lebensenergie sorgen will. (ja zu meinen Bedürfnissen). Gleichzeitig ist mir unsere Freundschaft wichtig und gemeinsam mit dir zu feiern (ja zu deinen Bedürfnissen). Was hältst du davon, wenn wir zu zweit mal etwas trinken gehen und so auf deinen Geburtstag anstoßen? (ja zu meinen Bedürfnissen und neue andere Strategie)

Der Artikel erschien im Original in der Zeitschrift Praxis Kommunikation im Junfermannverlag und zwar die Ausgabe 1/2019 mit dem Schwerpunkt „Grenzen setzen“. Für meinen Blog wurde er überarbeitet und ergänzt. Hier geht’s zum Original Ich sehe dein Bedürfnis – Doch es steht nicht in meiner Verantwortung es zu erfüllen. Warum hinter jedem Nein ein Ja steht. und zu anderen interessanten Fachartikeln aus dem Coaching Nein sagen und Grenzen setzen, wo Du dieses Exemplar bestellen oder ein Abonnement abschließen kannst. Die Zeitschrift ist ab dieser Ausgabe auch am Kiosk erhältlich.

Bist du neugierig geworden? Willst du auch Nein sagen lernen und Nein sagen können? Ich biete Ausbildungen und Seminare rund um die Gewaltfreie Kommunikation an in Bayern, in Franken, Bayreuth, Bamberg, Hof, Kulmbach, Forchheim, Erlangen, Nürnberg und Geroldzhofen an. Das Kommunikationstraining ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet, für Privatpersonen als Inhouse-Seminar für Organisationen. Du wünscht dir persönliche Unterstützung? Im Coaching kannst du auch wertschätzend Nein sagen lernen. Ich freue mich auf dich.

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Carl Rogers: Entwicklung der Persönlichkeit

Entwicklung der Persönlichkeit: Wie geht das?

Gewaltfreie Kommunikation: Marshall Rosenberg war ein Schüler von Carl Rogers, dem Begründer der klientenzentrierten Psychotherapie. Wie ist er zu der Begründung der klientenzentrierten Psychotherapie gekommen? Was unterscheidet Carl Rogers von Marshall Rosenberg?  Wie unterscheidet sich der Begriff der Empathie von Rogers von dem von Rosenberg? Antworten auf diese Fragen suchte ich in dem Buch “Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten” von Carl Rogers.

Carl Rogers und Psychotherapie

Carl Rogers gilt als Begründer der klientenzentrierten Psychotherapie. Im Fachbuch “Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten” hat er im Jahr 1961 Aufsätze zusammengestellt. Die Aufsätze entstammen aus 33 Jahren beruflicher Tätigkeit als Psychologe. Es handelt sich um Aufsätze, die Carl Rogers für unterschiedliche Anlässen und für unterschiedliche Zielgruppen geschrieben hat. Manche hat er nur für sich selbst geschrieben, weil ihm das Schreiben zu mehr Klarheit verholfen hat.

“Entwicklung der Persönlichkeit” ist im Verlag Klett-Cotta im Jahr 2018 in 21. Auflage auf gut 400 Seiten erschienen. Die Erstauflage der deutschen Erstausgabe war im Jahr 1961. Deshalb ist dieses Buch fast 70 Jahren auf dem deutschen Lese-Markt und quasi ein Longseller und Evergreen.

Entwicklung der Persönlichkeit: Aufbau und Inhalt

Biographisches

  • Das bin ich Entwicklung meiner fachlichen Sicht und meiner persönlichen Philosophie

Hilfreiche Beziehungen

  • Förderung der Persönlichkeitsentfaltung – einige Hypothese
  • Die Eigenschaften einer hilfreichen Beziehung
  • Was wir über Psychotherapie wissen, objektiv und subjektiv

Der Prozess der Persönlichkeitsentwicklung

  • Wege der Therapie
  • Was es heißt, sich selbst zu finden
  • Psychotherapie als Prozess

Eine Philosophie der Persönlichkeit

  • Das selbst zu sein, das man in Wahrheit ist – Ansichten eines Therapeuten über persönliche Ziele
  • Der voll sich entfaltende Menschen – Ansichten eines Therapeuten vom guten Leben

Die Fakten: Forschung in der Psychotherapie

  • Menschen oder die Wissenschaft: eine philosophische Frage
  • Persönlichkeitsveränderung in der Psychotherapie
  • Klientenzentrierte Therapie im Kontext der Forschung

Implikationen für das Leben?

  • Persönliche Gedanken über Lehren und Lernen
  • Signifikantes Lernen: In Therapie und Erziehung
  • Schülerzentrierter Unterricht im Erleben eines Teilnehmers
  • Implikationen der klientenzentrierten Therapie für das Familienleben
  • Behandlung von Kommunikationsstörungen
  • Vorläufige Formulierung eines allgemeinen Gesetzes der zwischenmenschlichen Beziehung
  • Zu einer Theorie der Kreativität

Die Verhaltenswissenschaften und der Mensch

  • Die wachsende Macht der Verhaltenswissenschaften
  • Der Einzelne in der neuen Welt der Verhaltenswissenschaften

Carl Rogers: ein Psychologe

Carl Rogers gilt als der Begründer der klientenzentrierten Psychotherapie. Er hat von 1902 bis 1987 gelebt. Doch: Psychologie hat er nie studiert, wie wir im ersten Kapitel des Buches erfahren. Er hat Agrarwissenschaften, Theologie und Pädagogik studiert. Da er dann Geld für die wachsende Familie verdienen musste, hat eine Arbeit angenommen als für schwer erziehbare Jugendliche. Die Stelle war als “Psychologe” ausgeschrieben. Offensichtlich hat er sie bekommen, weil sie schlecht bezahlt war und kein anderer sie haben wollte. Das Institut war neu gegründet und noch recht chaotisch. Aber das hatte für Carl Rogers den Vorteil, dass es keine vorgegebene Strukturen gab, sondern er sich ausprobieren konnte.

Wir mussten mit unseren Misserfolgen wie mit unseren Erfolgen leben können, und so waren wir gezwungen zu lernen. Und so gab es nur ein Kriterium für die Methoden, mit diesen Kindern und ihren Eltern umzugehen: “Klappt es? Ist die Methode effektiv?”

Carl Rogers

Carl Rogers-Zitat: Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten, 2018, Seite 26

Nach 3 Jahren ist Carl Rogers zurück an die Universität von Chicago – wo er unter anderem Marshall Rosenberg unterrichtet hat. Erst an die pädagogische Fakultät und irgendwann an die psychologische Fakultät. Obwohl die psychologische Fakultät eine Bewerbung von ihm erst abgelehnt hatte – da er ja kein Psychologe war. Aber seine Vorlesungen an der pädagogischen Fakultät und die Begeisterung der Studenten hatten dann doch die psychologische Fakultät überzeugt.

Carl Rogers hatte in seiner Kindheit auf dem elterlichen Landwirtschaft Nachtfalter beobachtet und studiert. Lesungen über psychologische Versuche mit Laborratten hatte er dagegen nie besucht. Und mit genau dieser exakten Beobachtungsgabe, einem freien Geist hat er dann die Gespräche mit Klienten beobachtet, wissenschaftlich dokumentiert und ausgewertet, Schlussfolgerungen gezogen. Aus diesen exakten Beobachtungen hat er dann seine eigene “Therapiemethode” gegründet und die Grundsätze der klientenzentrierten Gesprächsführung entwickelt.

Carl Rogers: der Mensch

Carl Rogers hat seine neurotischen wie psychotische Klienten immer als Mensch gesehen. Er war starker Kritik von Psychologen ausgesetzt. Gleichzeitig hatte er auch viele Anhänger, die seinen Methoden begeistert lauschten.

Was ihn ausmacht: Er hat sich selbst und seine Aussagen immer wieder in Frage gestellt. Seine Erkenntnisse hat er mit Schülern und anderen diskutiert. Als Lehrender war er stets ein Lernender.

Einerseits ist er ein Empiriker, der sich nur auf genaue Beobachtungen verlässt und wissenschaftliche Forschungen der Gesprächstherapie anstellt. Zum Beispiel hat er Tonbandaufzeichnungen der Therapiegespräche erstellt und diese minutiös ausgewertet. Andererseits jemand, der die Erkenntnisse auch philosophisch durchdenkt. Vielleicht ist genau das die schillernde und fundierte Persönlichkeit: diese grandiose Mischung aus empirisch und philosophisch.

Carl Rogers: Psychotherapie

Psychotherapie ist für ihn nicht nur das Heilen eines Zustandes, den man gewöhnlich mit physischer Krankheit beschreiben würde. Therapie ist für ihn jede Kommunikation, die einen Menschen näher zu seinem wahren Selbst bringt.

Im Kapitel “Kommunikationsstörungen” erklärt er, dass jegliches Bewerten und Verurteilen die Kommunikation und die Weiterentwicklung verhindert. Daraus hat wohl dann Thomas Gordon die Kommunikationssperren oder Kommunikationsblockaden entwickelt, für die er berühmt geworden ist. Und auch Marshall Rosenberg den ersten Schritt der Gewaltfreien Kommunikation: Beobachten ohne zu bewerten.

In Kapitel “Was es heißt, sich selbst zu finden” zählt Carl Rogers Parameter auf, die sich im Lauf der Psychotherapie verändern:

  • Das Ablegen von Masken
  • Das Erleben von Gefühlen
  • Die Entdeckung des Selbst in der Erfahrung

Der Prozess der Psychotherapie sei nicht lustig, angenehm oder zufriedenstellend.

Eine Maske abzulegen, von der man geglaubt hat, sie sei Teil des wirklichen Selbst, kann ein zutiefst beunruhigendes Erlebnis sein.

Carl Rogers

Carl Rogers, Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten, 2018, Seite 117

Der Mensch, der daraus hervorgeht, hat folgende Fähigkeiten erworben:

  • Offenheit für die Erfahrung
  • Vertrauen zum eigenen Organismus
  • Eine innere Bewertungsinstanz
  • Die Bereitschaft zur Veränderung

Carl Rogers: Psychotherapie als Prozess

Im Kapitel “Psychotherapie als Prozess” stellt Carl Rogers 7 Phasen der Psychotherapie vor.

Menschen in Phase 1 leben sehr starr, denn sie haben wenig Zugang zu ihrem Gefühlen. Oft sind sie aber ein vollwertiges und funktionierendes Mitglied der Gesellschaft. Sie haben wenig Leidensdruck und kommen deshalb selten zur Psychotherapie.

Menschen in Phase 2 werden von ihren Gefühlen überflutet. Deshalb können sie nicht damit umgehen. Sie führen unbefriedigende Beziehungen. Folglich haben sie einen großen Leidensdruck und kommen oft zur Therapie.

Während der Psychotherapie lernen die Menschen Zugang zu ihren Gefühlen, erfahren ihr Selbst und können ihre Gefühle besser regulieren.

Menschen in Phase 7 nehmen auch subtile Veränderungen in ihren Gefühlen wahr. Sie können alle Gefühle akzeptieren, auch die unangenehmen. Sie entwickeln sich auch ohne Unterstützung des Therapeuten weiter. Sie genießen das Leben, sie genießen ihre Lebendigkeit. Sie können Beziehungen gestalten – auch wenn sie weniger befriedigend sind.

Carl Rogers betont, dass andere Therapieformen wie z.B. die Verhaltenstherapie, vermutlich andere Parameter hat.

Manche Menschen beginnen in Phase 2 und beenden die Psychotherapie in Phase 4. Es gibt wenig Menschen, die einen Zustand der Phase 7 erreichen.

Carl Rogers: Organisationen

Für Carl Rogers war es wichtig, dass Menschen während der Psychotherapie Zugang zu ihrem Selbst erfahren und nach ihren eigenen Werten leben.

Diese allgemeinen Erkenntnis hat er auch auf Organisationen und Länder übertragen: Auf für Organisationen ist es wichtig, ihren Sinn zu finden.

Mit dem Buch von Frederic Laloux “Reinventing Organizations” wird genau das Wirklichkeit. Als Unternehmensberater hat er Organisationen untersucht, die das Paradigma der HIerarchischen hinter sich lassen. Noch sind es wenige. Aber es gibt sie: Organisationen, die sich zusammen setzen und gemeinsam den Sinn der Organisation definieren. Und auch das ist kein Prozess, der jemals zu Ende ist. Sondern ein ständiger Prozess der Selbstaktualisierung.

Carl Rogers und personenzentrierten Lernen

Carl Rogers beschreibt den Prozess des Lernens in den Kapiteln “Signifikantes Lernen in Therapie und Erziehung” und “Schülerzentrierter Unterricht im Erleben eines Teilnehmers”. Es ist schade, dass seine Erkenntnisse immer noch nicht Eingang in unser Schulsystem und andere Formen des Lernens gefunden haben. Obwohl sie von den Erkenntnissen der Neurobiologie wie Gerald Hüther und Joachim Bauer wissenschaftlich gestützt werden.

Wie klientenzentrierte Psychotherapie ist schülerzentrierter Unterricht nicht nur lustig. Denn er fordert die Teilnehmer und Schüler heraus. Er bringt sie in die Eigenverantwortung für den Lernprozess.

Carl Rogers: Widerspruch fördert das Lernen

Carl Rogers erzählt ein Beispiel, das mich zum Schmunzeln bringt: Vor Lehrern sollte er einen Vortrag halten. Und diesen Vortrag wollte er schüler-zentriert gestalten, also in diesem Fall lehrer-zentriert. Rogers wollte nicht nur über den schülerzentrierten Unterricht dozieren. Sondern er wollte den Lehrern die Erfahrung des schülerzentrierten Unterrichts vermitteln. Also hat er ein paar Thesen aufgestellt, von denen er ausging, dass sich Widerspruch in der Lehrerschaft regen würde. Und dem war dann auch so: Es hat einen “Tumult” unter der Zuhörerschaft gegeben. Rogers hatte mit einer lebhaften Diskussion gerechnet, nicht aber mit diesem “Tumult”. Gleichzeitig war er sich sicher, dass die Zuhörer trag nicht wieder vergessen würden – was ja auch Sinn des Lernens ist. Darüber hinaus hoffte er, dass sich die Zuhörer – nach Beruhigung – wieder daran erinnern würden, dass es sich um eine Demonstration des schülerzentrierten Lernens handelte.

Carl Rogers, Marshall Rosenberg und Empathie

In meinem Buch Zuhören ist ein Geschenk gehe ich darauf ein, wie sich die Empathie und das Zuhören entwickelt hat. Bleibe informiert, wenn das Buch veröffentlicht wird und abonniere meinen kommunikativen Newsletter.

Empathie war Grundlage von Carl Rogers und ist wesentlicher Bestandteil der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Hier kannst du Empathie lernen. Im Empathie Retreat erlebst du hohe Tiefe und persönliche Präsenz. Buche das Empathie-Retreat. Emotionale Wunden heilen mit Tiefer Empathie

Entwicklung der Persönlichkeit: Lob

Eigentlich wollte ich einen Ratgeber, ein Lehrbuch. So wie Marshall Rosenberg es mit seinem Lehrbuch “Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens” geschaffen hat. Statt dessen dieses kleingedruckte 400-seitige Kompendium von Aufsätzen des vergangenen Jahrhunderts. Erstmal war ich enttäuscht.

Aber: Je mehr ich las desto sympathischer wurde mir Carl Rogers. Je länger ich las, desto mehr profitierte ich von den Inhalten. Zwischen den Aufsätzen konnte ich die Menschlichkeit des Autors fühlen. Und ich konnte das Ringen von Rogers fühlen, seinen Klienten zu helfen.

Carl Rogers, Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten.

Mir gefällt, dass Carl Rogers die Psychotherapie aus der Psychotherapie-Ecke herausgeholt hat. Es geht um Lernen, um Weiterentwicklung, um Sinnfindung.

Jetzt kann ich auch verstehen, warum die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg für viele Menschen eine Psychotherapie ersetzt. Denn auch hier geht es um genau die Dinge, die Carl Rogers als wichtig erkannt hat: Wertschätzung, Empathie, Echtheit.

Nach wie vor bin ich überzeugt: Um ein guter Psychotherapeut zu sein braucht man weder eine Studium der Psychologie noch eine Zulassung als Psychotherapeut. Auch wenn deutsche Gesetze das anders sehen.

Man muss nicht psychisch krank sein, um sich weiter zu entwickeln. Die klientenzentriere Psychotherapie nach Carl Rogers und die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg sind für alle Menschen da.

Entwicklung der Persönlichkeit: Kritik

Carl Rogers, Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten.

Was mir weniger gut gefällt sind die Formalia. Die Schriftart, das Inhaltsverzeichnis, die Querverweise: alles wirkt vom äußeren Erscheinungsbild wie aus dem Jahr der Erstauflage 1961.

Die Schludrigkeit der Quellenverweise: Zum Beispiel wird in der Artikel auf das Publikationsverzeichnis verwiesen mit der Bemerkung “1942e”. Das Publikationsverzeichnis ist jährlich sortiert. Unter dem Jahr 1942 stehen etliche Publikationen, leider unnummeriert. So musste ich als Leser nachzählen von a bis e und mir selbst die Systematik schaffen. Ob denn die fünfte (e als fünfter Buchstabe im Alphabet) Publikation die Publikation sein könnte. Es bleibt also den Lesern überlassen, die Systematik der Quellenverweise zu erkennen und zuzuordnen.

Auch eine inhaltliche Systematik fände ich hilfreich: Rogers hat zu einer Zeit publiziert und in einer Form (Aufsätzen), wo noch wenig Systematik üblich war. Wenn Rogers von den fünf Bedingungen der klientenzentrierten Psychotherapie spricht, dann gibt es keine Zwischenüberschriften mit den den fünf Bedingungen. Die Leser können dies wieder nur aus dem Text rückverfolgen.

Auch das Druckbild könnte schöner und moderner in der Aufmachung sein.

Im Inhaltsverzeichnis geht die Nummerierung der einzelnen Kapitel einfach weiter, obwohl es neue Überschriften gibt.

Das waren die Formalia. Jetzt zum Inhaltlichen. Ich finde es teilweise schwer zu lesen. Der Inhalt ist sehr fachorientiert, weil für ein Fachpublikum in Fachzeitschriften veröffentlicht.

Die Sprache erfordert Konzentration. Denn es gibt lange Sätze, verschachtelte Sätze. Obwohl es aus dem Englischen gut übersetzt ist.

Entwicklung der Persönlichkeit: Fazit

Ein fundiertes Fachbuch, das den Menschen Carl Rogers, den Psychologen Carl Rogers und die Entwicklung seiner klientenzentrierten Psychotherapie nachvollziehbar macht. Es ist kein leicht verständlicher Ratgeber. Es ist kein gut strukturiertes Lehrbuch. Dennoch trägt es zum Verständnis von Carl Rogers und der klientenzentrierten Psychotherapie bei.

Carl Rogers, Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten ist spannend für die Menschen, die sich einen Einblick in die Tiefen der Psychotherapie machen wollen.

Gleichzeitig halte ich die Lektüre notwendig für alle Psychologen und Wissenschaftler. Denn Carl Rogers hat sich wissenschaftlich und fundiert mit Psychotherapie beschäftigt. Alle Psychotherapeuten und Psychologen müssten wissen, was es braucht, damit Psychotherapie wirksam ist. Denn seine Aussagen und seine Ergebnisse sind von hoher Aktualität. Vielleicht würde die Lektüre zu mehr wissenschaftlichen Forschungen über Wirkmechanismen der Psychotherapie anregen. Und zu mehr Mut der Diskussion zwischen den einzelnen Richtungen der Psychotherapie.

 

Carl Rogers: Entwicklung der Persönlichkeit
Carl Rogers: Entwicklung der Persönlichkeit

 

Carl Rogers, Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus Sicht eines Therapeuten ist spannend für die Menschen, die sich einen Einblick in die Tiefen der Psychotherapie machen wollen. Und die die Grundlagen von Carl Rogers verstehen wollen.

 

 

 

Carl Rogers, Marshall Rosenberg und Empathie

In meinem Buch Zuhören ist ein Geschenk gehe ich darauf ein, wie sich die Empathie und das Zuhören entwickelt hat. Bleibe informiert, wenn das Buch veröffentlicht wird und abonniere meinen kommunikativen Newsletter.

Empathie war Grundlage von Carl Rogers und ist wesentlicher Bestandteil der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Hier kannst du Empathie lernen. Im Empathie Retreat erlebst du hohe Tiefe und persönliche Präsenz. Buche das Empathie-Retreat. Emotionale Wunden heilen mit Tiefer Empathie

Persönlichkeitsentwicklung durch Kommunikation

Möchtest Du auch deine Persönlichkeit entwickeln? Gewaltfreie Kommunikation basiert auf der klientenzentrierten Therapie nach Carl Rogers. Denn Marshall Rosenberg war ein Schüler von Carl Rogers.

Die Wertebasierte Kommunikation von Dr. Marshall B. Rosenberg unterstützt dich bei Deiner Persönlichkeitsentwicklung. Du verbesserst deine Kommunikationsfähigkeiten, lernst Konflikte lösen und stärkst deine beruflichen und privaten Beziehungen. Die Wertschätzende Kommunikation wurde vom Psychologen Dr. Marshall B. Rosenberg vor 50 Jahren entwickelt.

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg lädt dich zur Selbstreflexion ein, zu mehr Empathie und Selbstempathie. Es geht um klare und authentische Kommunikation. Gewaltfreie Kommunikation trifft den Zeitgeist von WertschätzungAugenhöhe und Selbstorganisation.

Ich biete Gewaltfreie-Kommunikation-Seminare im Raum Bayreuth, Bamberg, Hof, Weiden in der Oberpfalz, Geroldzhofen an.

Suchst du lieber das Einzelgespräch? Oder kannst an den Gewaltfreie Kommunikation Seminaren in Franken nicht teilnehmen? Dann gönne dir ein individuelle Begleitung auf deinem Weg der Persönlichkeitsentwicklung: Personal Coaching am Telefon und Business Coaching am Telefon

Ich freue mich auf ein gemeinsames Arbeiten!

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