Was wir von einer First Lady für unser Leben lernen können

Portraitfoto von Michelle ObamaMichelle Obama First Lady - (c) janeb13/Pixabay

Becoming – meine Geschichte von Michelle Obama ist NICHT die Geschichte der Ehefrau des ersten farbigen amerikanischen Präsidenten der USA. Es ist die eigene höchst individuelle Autobiografie einer Frau, die trotz Widerständen stets auf ihre innere Stimme gehört hat.

Michelle Obama – woher stammt sie

Michelle Obama stammt aus der South Side von Chicago, aus prekären Verhältnissen und beengten Wohnverhältnissen. Ihre Eltern waren arm, aber sie haben ihr Sicherheit, Kontinuität, Selbstvertrauen und Lebensfähigkeit gegeben.

In ihrer Autobiografie erzählt sie die Geschichte einer farbigen Frau, eines verletzlichen Kindes, einer zielstrebigen Studentin, resignierten Anwältin, kritischen Staatsbürgerin, überarbeiteten Mutter. Michelle Obama ist klug, ehrlich, pragmatisch und liebevoll.

Sie ist Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt. Außerdem setzt sie sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel ein und für ein gesünderes und aktiveres Leben von allen. Sie ist ein wunderbares Beispiel für die unsichtbare Diskriminierung von farbigen Menschen und dass das Leben von Schwarzen zählt- auch in seiner Lebensqualität.

Michelle Obama hat sich mit Unterstützung, aber aus eigener Kraft aus prekären Verhältnissen hochgearbeitet.

Was können wir von Michelle Obama lernen

Ich habe dieses Buch nicht nur gern gelesen, sondern auch viel gelernt. Und ich finde, viele Frauen und Männer können von Michelle Obama lernen, wie sie die Dinge regelt, Kompromisse findet und trotzdem sich selbst treu bleibt. Außerdem finde ich, es gibt viel zu wenig erfolgreiche Frauen, die uns als Vorbilder dienen können. Michelle Obama gehört definitiv dazu. Sie ist wirtschaftlich erfolgreich und doch zutiefst menschlich.

Was ich von Michelle Obama Autobiografie gelernt habe:

  • auf die innere Stimme hören und sich selbst treu bleiben
  • sein Ziel verfolgen, auch wenn es erstmal mit weniger Gehalt verbunden ist
  • wie wichtig Netzwerken ist und eine wohlwollende Gemeinschaft von Freunden 
  • für sich selbst eintreten und zum Beispiel berufliche Konditionen verhandeln
  • Fehler machen dürfen und aus seinen Fehlern lernen
  • an Beziehungen fest halten und auch diese verhandeln
  • mit den Menschen arbeiten und nicht gegen sie
  • Chancen sehen und sie nutzen
  • den Einfluss nutzen, den einen gerade die Position bietet
  • andere Menschen um Unterstützung bitte und sie annehmen

Du willst Deine Chancen nutzen? Du willst Dich beruflich und privat weiterentwickeln? Mit einer guten Kraft an Deiner Seite geht es leichter!

Eine Juristin, die nicht als Anwältin arbeiten will

Michelle Obama hat Jura studiert, aber wollte nicht als Rechtsanwältin arbeiten. Damit kann ich mich gut identifizieren (ich habe Jura studiert und wollte nicht als Rechtsanwältin arbeiten). Auch sie stand vor der Frage: Was tun? 

Für ein zweites Studium hat Michelle Obama das Geld gefehlt, denn sie musste das erhebliche Darlehen für das erste Studium abbezahlen. Damals gab es noch kein Internet für Recherche.

Also hat sie mit Menschen geredet und Kontakte geknüpft. Um so Antworten auf ihre Frage zu finden: Was kann ich als Juristin beruflich tun, wenn ich nicht als Anwältin arbeiten will?

Chancen nutzen und Netzwerke pflegen

Was Michelle Obama auszeichnet: Egal wo sie war, egal ob weißes Haus, renommierte Wirtschaftskanzlei, Geschäftsführerin eines sozialen Start-Up oder städtische Angestellte. Stets hat sie im Rahmen des Möglichen nach Chancen gesucht, um die Dinge voran zu bringen, die ihr wichtig sind. 

Um sich für Chancengleichheit von ethnischen Minderheiten zu engagieren hat sie in der renommierten und elitären Wirtschaftskanzlei farbige Studenten als Praktikanten zu nehmen.

Da es keine Jobbeschreibung für die First Lady gibt, hat sie dieses Amt so ausgefüllt, um ihre Ziele voranzubringen: gute Ernährung für Kinder, Chancengleichheit für Frauen, Mädchen und ethnischen Minderheiten.

Hier erfährst du mehr Chancengleichheit und warum Männer die Norm und Frauen durch die Statistik fallen, erfährst du hier.

Nicht gegen die Menschen arbeiten – sondern mit ihnen

In ihrer Autobiografie Becoming erzählt Obama, dass es wichtig ist, mit den Menschen zu arbeiten und nicht gegen sie. 

Im Wahlkampf hat sie die Gemeinsamkeiten von den Wählern adressiert, statt Kluften zu schaffen. Als First Lady hat sie mit den Lebensmittelkonzernen verhandelt und geredet, um den Zuckergehalt in Fertignahrung und Fastfood zu reduzieren.

Egal ob es um soziales Engagement, Wahlkampf oder Politik geht: Michelle Obama fokussiert die Gemeinsamkeiten, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. 

Michelle Obama und ihre Ehe mit Barack

Becoming ist nicht die Geschichte einer Frau, die mit dem amerikanischen Präsidenten verheiratet war. Ihre Rolle als Frau des amerikanischen Präsidenten kommt insoweit drin vor, als es für sie wichtig ist. Es war – für sie und wäre es auch für jede andere Frau – nicht immer einfach, mit ihm verheiratet zu sein. Doch auch diese Herausforderung ist mit Scharfsinn angegangen. Obwohl sie Ordnung und Zuverlässigkeit  liebte, fand sie Wege, mit seinem Chaos und seiner Unzuverlässigkeit umzugehen.

Auch ohne Barack wäre sie ihren Weg gegangen. Und auch ohne First Lady wäre sie ihren Weg gegangen, hätte sich für soziale Belange engagiert und würde ein glückliches, erfolgreiches Leben führen. Weil sie die Fähigkeiten als Kind von ihren Eltern mitbekommen hat.

Michelle Obama und ihre Geschichte

Es ist ihre eigene Geschichte. Die Geschichte einer Frau, die in der South Side von Chicago aufgewachsen ist, aus ihren Fähigkeiten etwas gemacht hat, immer ihren Weg gegangen ist.

Es ist die Geschichte, von einer Frau, die ihren Weg geht, ihre Anliegen verfolgt und dabei erfolgreich wird. Sie hat aus ihren Fehlern gelernt, aber auch für sich einzutreten und sich durchzusetzen. Zum Erfolg gehören auch Kompromisse sowie eine gute Portion Glück. Michelle Obama hat viel und mit Freude gearbeitet hat. Weil sie sich stets eine Arbeit gesucht hat, die ihr Spaß macht und wo sie sich verwirklichen kann.

Michelle Obama Becoming – Rezension

Becoming – meine Geschichte ist von tiefer Reflexion, hinreißender Erzählkunst und zutiefst feministisch. Die Autobiografie von Michelle Obama macht allen Frauen Mut, für ihre Rechte einzustehen und auf ihrem Weg zu bleiben, trotz Widerstände die Ziele zu verfolgen.

Becoming von Michelle Obama ist eine ganz klare Leseempfehlung für alle Frauen, für Menschen aus ethnischen Minderheiten. und für Männer, die sich interessieren. Spannend und lebendig geschrieben. 

Das Hörbuch ist von Katrin Fröhlich gesprochen, liebevoll, klar und deutlich. Zum erstmaligen Hören oder Nachhören beim Autofahren oder in der Sonne auf dem Balkon.

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